Improvisierte Behelfslösung

Praxisbeispiel an einer Werkzeugmaschine

Improvisierte Behelfslösung

Abbildung 1: Unter einer Werkzeugmaschine vorgefundene Behelfslösung. (Klicken zum Vergrößern)

Analyse der vorgefundenen Ausführung

Die Abbildung zeigt eine in der Praxis vorgefundene Lösung, bei der die erforderliche Einbauhöhe des Fixators durch mehrere untergelegte Ausgleichsbleche erreicht wird. Diese Ausführung stammt nicht aus unserer Entwicklung und ist kein Bestandteil unseres patentierten Fixatorsystems.

Die Ausgleichsbleche dienen ausschließlich dazu, den Höhenunterschied zwischen Maschinenoberfläche und Fixator auszugleichen. Da keine konstruktiv definierte Einbauhöhe vorhanden ist, muss die erforderliche Höhe durch das manuelle Zusammenstellen verschiedener Bleche erreicht werden. Der weit ausgefahrene Fixator verdeutlicht zusätzlich, dass sich die Konstruktion bereits im oberen Verstellbereich befindet.

Probleme durch untergelegte Bleche

Jede zusätzliche Blechlage erhöht den Montageaufwand und erschwert die Reproduzierbarkeit der Einbausituation. Bereits geringe Unterschiede in der Anzahl oder Dicke der verwendeten Bleche verändern die Einbauhöhe und damit die Ausgangsposition des Fixators. Dadurch wird jede erneute Montage zu einer individuellen Anpassungsarbeit.

Je größer der Ausfahrweg des Fixators wird, desto stärker wirken sich Fertigungstoleranzen, Montagefehler und unterschiedliche Blechkombinationen auf die spätere Positionierung aus. Für hochpräzise Messaufgaben stellt dies einen erheblichen Nachteil dar.

Technische Schwachstellen

Vergleich zur patentierten Lösung

Genau diese in der Praxis häufig anzutreffenden Lösungen waren einer der Ausgangspunkte für die Entwicklung unseres patentierten Fixatorsystems. Ziel war es, eine definierte Einbauhöhe zu schaffen und den Montageaufwand deutlich zu reduzieren. Anstelle individuell zusammengestellter Blechpakete basiert unsere Lösung auf einer konstruktiv festgelegten Geometrie mit reproduzierbaren Bezugspunkten.

Dadurch können Fixatoren jederzeit mit derselben Einbauhöhe montiert werden. Zeitaufwändiges Zusammenstellen von Ausgleichsblechen entfällt, die Montagezeiten verkürzen sich und die Wiederholgenauigkeit steigt deutlich. Das Ergebnis ist eine wirtschaftliche, standardisierte und industriell reproduzierbare Lösung für hochpräzise Messaufgaben.

Fazit

Untergelegte Ausgleichsbleche können Höhenunterschiede kurzfristig ausgleichen, führen jedoch zu einem erhöhten Montageaufwand und erschweren eine wiederholgenaue Positionierung. Jede Änderung der Blechkombination beeinflusst die Einbauhöhe und macht eine erneute Kontrolle erforderlich. Unser patentiertes Fixatorsystem verfolgt einen anderen Ansatz: Durch eine konstruktiv definierte Einbauhöhe, reproduzierbare Bezugspunkte und eine integrierte Lösung wird der Einsatz von Ausgleichsblechen vermieden. Dadurch entstehen kürzere Rüstzeiten, eine höhere Prozesssicherheit und eine dauerhaft reproduzierbare Positionierung.