Das Grundprinzip
Die patentierte Montagehilfe verfolgt ein einfaches, aber wirkungsvolles Prinzip. Der Fixator wird nicht mehr während des Vergießens provisorisch gehalten, sondern über eine speziell entwickelte Trägerplatte mit einer präzisen Montagehilfe verbunden. Diese Montagehilfe ermöglicht es, den Fixator exakt auszurichten, bis die Vergussmasse vollständig ausgehärtet ist.
Dadurch entsteht eine reproduzierbare Arbeitsweise, bei der jeder einzelne Montageschritt nachvollziehbar und kontrollierbar durchgeführt werden kann.
Die einzelnen Bauteile arbeiten als System
Die technische Lösung besteht nicht aus einem einzelnen Bauteil, sondern aus einem aufeinander abgestimmten Gesamtsystem. Alle Komponenten übernehmen dabei eine klar definierte Aufgabe.
- Trägerplatte zur Aufnahme des Fixators
- Montagerahmen als stabile Auflage
- Nivellierschrauben zur exakten Ausrichtung
- Zentrierhülse zur sicheren Positionierung
- Richtelement für die Ausrichtung
- Libelle oder Richtlaser zur Kontrolle
- Schalrahmen für den Vergussbereich
Erst das Zusammenspiel dieser Komponenten führt zu einer einfachen, präzisen und wiederholbaren Montage.
Die Wiederverwendbarkeit
Ein wesentlicher Bestandteil der technischen Lösung ist die vollständige Wiederverwendung der Montagehilfe. Nach dem Vergießen verbleibt ausschließlich der Fixator im Fundament. Alle übrigen Bauteile werden wieder entfernt und können sofort beim nächsten Fundament erneut eingesetzt werden.
Dadurch entsteht ein wirtschaftliches Montagesystem, welches Material spart, Kosten reduziert und gleichzeitig eine gleichbleibend hohe Qualität ermöglicht.
Die technische Weiterentwicklung
Die Entwicklung der Montagehilfe endete nicht mit dem ersten Prototyp. Über mehrere Entwicklungsstufen wurden Konstruktion, Handhabung, Stabilität und Genauigkeit kontinuierlich verbessert. Jede neue Baustelle brachte weitere Erfahrungen, die unmittelbar in die nächste Entwicklungsstufe eingeflossen sind.
So entstand Schritt für Schritt die heute patentierte Ausführung.
Verbindung mit moderner Messtechnik
Ein weiterer Entwicklungsschritt besteht in der Kombination der patentierten Montagehilfe mit moderner Lasermesstechnik. Insbesondere der Einsatz eines FARO Lasertrackers ermöglicht es, Positionen und Höhen zusätzlich messtechnisch zu kontrollieren.
Die Montagehilfe übernimmt dabei die präzise mechanische Ausrichtung, während der Lasertracker die erreichten Positionen dokumentieren und überprüfen kann. Dadurch entsteht eine Kombination aus mechanischer Präzision und digitaler Messtechnik.
Ausblick auf die Zukunft
Die Entwicklung dieser Erfindung ist mit dem Patent nicht abgeschlossen. Vielmehr bildet das Patent die Grundlage für zahlreiche zukünftige Erweiterungen.
Denkbar sind beispielsweise:
- digitale Vermessung sämtlicher Fixatoren
- automatische Dokumentation aller Messdaten
- Verknüpfung mit CAD-Systemen
- digitale Baustellendokumentation
- 3D-Modelle der gesamten Montage
- Augmented-Reality-Unterstützung für Monteure
- automatische Prüfprotokolle
- vollständige Qualitätsdokumentation jeder Montage
- Integration in digitale Maschinen- und Fundamentdaten
Die Kombination aus wiederverwendbarer Montagehilfe, präziser Messtechnik und digitaler Dokumentation kann künftig neue Möglichkeiten für den Maschinenbau schaffen.
Unsere Vision
Mit dieser Erfindung sollte nicht nur ein einzelnes Werkzeug entstehen. Die eigentliche Idee besteht darin, ein vollständiges Montagesystem zu entwickeln, das den gesamten Arbeitsablauf unterstützt – von der Planung über die Montage bis hin zur Vermessung, Dokumentation und späteren Wartung.
Die patentierte Montagehilfe bildet hierfür den ersten wichtigen Baustein. Die zukünftige Entwicklung könnte dazu beitragen, Montagearbeiten weiter zu vereinfachen, Messdaten digital zu erfassen und eine dauerhaft reproduzierbare Qualität über den gesamten Lebenszyklus einer Maschine sicherzustellen.
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